Junge Pflegerin freut sich zusammen mit Seniorin

Ambulanten Pflegedienst gründen:
Voraussetzungen & Finanzierung

Alle Infos zur Existenzgründung in der ambulanten Pflege – von den ersten Schritten über Finanzierungsmöglichkeiten bis zur langfristigen Liquiditätsplanung.

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Pflegerin hält Mappe im Arm

Neugründung in der ambulanten Pflege: Welche Herausforderungen kommen auf Sie zu?

Wer einen ambulanten Pflegedienst eröffnen möchte, steht vor vielen organisatorischen, rechtlichen und finanziellen Fragen. Neben der fachlichen und wirtschaftlichen Planung müssen unter anderem Zulassungen, Verträge, Personal, Software und die Finanzierung des laufenden Betriebs berücksichtigt werden.

Gerade in der Anfangsphase entsteht häufig Unsicherheit:

  • Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?
  • Wie hoch ist der Kapitalbedarf?
  • Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es und wie entscheide ich, welche die richtige für mein Unternehmen ist?
  • Wie lassen sich Budget-Engpässe vermeiden und die Liquidität von Anfang an stabil planen?
Pflegerin mit Liste und Medikamenten

Pflegedienst gründen: Kapital und Finanzierung richtig planen

Besonders in der Gründungsphase entstehen hohe laufende Kosten – häufig noch bevor erste Zahlungen der Kranken- und Pflegekassen eingehen. Viele Gründer unterschätzen die Zeitspanne zwischen Leistungserbringung und Zahlungseingang. Oft fehlen zudem Erfahrungswerte zu Zahlungsfristen und Liquiditätsbedarf.

Typische Kosten entstehen unter anderem für:

  • Personal und Gehälter
  • Fahrzeuge, Kraftstoff und Leasing
  • Büro- und Mietkosten
  • Versicherungen und Steuern
  • Software und Digitalisierung
  • Marketing und Außenauftritt

Factoring hilft, finanzielle Engpässe frühzeitig zu vermeiden und mehr Sicherheit für den Aufbau des eigenen Pflegedienstes zu schaffen. Unser Ziel ist es, Sie bei der Existenzgründung in der ambulanten Pflege mit Liquidität und Know-how zu unterstützen.

Bei unserem Factoring für Existenzgründer*innen treten Sie Ihre offenen Forderungen gegenüber Kranken- oder Pflegekassen einfach an uns ab und erhalten Ihr Geld zum gewünschten Zeitpunkt ausgezahlt. Den Auszahlungszeitraum können Sie flexibel auf 3, 7, 10, 15 oder 25 Tage festlegen und bei akutem Liquiditätsbedarf einfach eine kürzere Zeitspanne vereinbaren.

Das hilft insbesondere dabei:

  • In der Gründungsphase die Liquidität zu sichern
  • Laufende Kosten besser planbar zu machen
  • Zahlungsziele der Kostenträger zu überbrücken
  • Im Alltag finanziellen Druck zu reduzieren
  • Kapital und Energie in Ihr Wachstum zu investieren

Einfach & flexibel: So funk­tio­niert Factoring für neu gegründete Pfle­ge­diens­te

Factoring erleichtert Ihren Alltag in der ambulanten Pflege: Sie haben damit mehr Zeit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

1. Schritt

Rechnungen erstellen und mit den Leistungsnachweisen und Verordnungen an die zuständigen Kranken- und Pflegekassen schicken

2. Schritt

Rechnungsausgangsbuch anlegen (mit eigener Software) und dieses im persönlichen Bereich unseres Kundenportals abspeichern

3. Schritt

Gutschrift für die abgetretenen Rechnungen zum individuell festgelegten Zeitpunkt erhalten – fertig!

Warum SozialFactoring: Vorteile unserer Finanzierung für Neugründungen

In den mehr als 30 Jahren, in denen wir Factoring für die Sozialwirtschaft anbieten, haben wir zahlreiche Existenzgründer*innen begleitet und kennen daher Ihre Herausforderungen gut. Wir wissen, dass es finanziell gerade in der Gründungsphase eng werden kann, wenn die Kranken- und Pflegekassen ihren Zahlungsspielraum ausschöpfen und Sie für Ihre laufenden Kosten in Vorkasse gehen müssen.

Spezialisiert auf Gesundheits– und Pflegewesen 

Persönliche Ansprechpartner*innen 

Sofortige Auszahlung Ihrer Rechnungen

Schutz vor Zahlungsausfällen 

Liquidität in der Gründungsphase sichern – jetzt Factoring anfragen

Nutzen Sie als Existenzgründer*in unsere einfache Finanzierung für mehr Liquidität, Sicherheit und Wachstum.

Hilfreiche Tipps: Wichtige Voraussetzungen bei der Gründung eines ambulanten Pflegedienstes

Rechtliche Rahmenbedingungen

Für die Zulassung eines ambulanten Pflegedienstes müssen fachliche Voraussetzungen und tarifgebundene bzw. vergleichbare Vergütungsregelungen erfüllt werden. Die Pflegekassen unterstützen bei der Klärung der Voraussetzungen und dem Antrag zur Versorgung.

Digitalisierung und Software

Um erbrachte Leistungen gegenüber den Kranken- und Pflegekassen abzurechnen, benötigen Pflegedienste eine Branchensoftware. Geeignete Tools unterstützen zudem bei der Pflegeplanung und -dokumentation und schaffen effiziente Abläufe.

Kundengewinnung und Netzwerk

Ein erfolgreicher Pflegedienst benötigt von Beginn an eine ausreichende Auslastung. Daher lohnt es sich, frühzeitig Kontakte zu Krankenhäusern, Arztpraxen und Beratungsstellen aufzubauen, um die Bekanntheit in der Region zu stärken und neue Patientinnen und Patienten zu gewinnen.

Organisation und Prozesse

Bereits vor dem Start sollten Abrechnung, Dokumentation und interne Abläufe klar strukturiert werden. Digitale Prozesse helfen dabei, den Verwaltungsaufwand im Alltag zu reduzieren.

Personal und Teamaufbau

Neben den fachlichen Voraussetzungen spielt der Aufbau eines verlässlichen Teams eine zentrale Rolle. Gerade in der ambulanten Pflege ist eine langfristige Personalplanung entscheidend.

Finanzierung und Liquidität

Viele Gründer*innen konzentrieren sich zunächst auf die Startfinanzierung. Gleichzeitig sollte jedoch auch die laufende Liquidität berücksichtigt werden, da Zahlungen der Kostenträger oft zeitversetzt eingehen.

Notebook mit Gründerportal

Webinarreihe: Gründung in der Pflege

Der Bedarf an professioneller Pflege in Deutschland wächst stetig. Viele Fachkräfte denken deshalb über die Gründung eines Pflegedienstes nach. Um Existenzgründer*innen bestmöglich bei ihrem Start in die Selbstständigkeit zu unterstützen, bieten wir gemeinsam mit der Steuerberatungsgesellschaft ETL ADVISION eine kostenfreie Webinarreihe an. Einmal im Monat beraten Expert*innen aus den Bereichen Finanzierung, Steuern und IT zu einem erfolgreichen Start in der Pflege. Nutzen Sie die Chance für eine kostenfreie Beratung.

Hier können Sie sich für die kostenfreie Webinarreihe anmelden:

Zur Anmeldung

Häufige Fragen zur Existenzgründung in der ambulanten Pflege

Das Sozialgesetz gibt vor, dass nur ausgebildete Pflegefachkräfte mit Zusatzqualifikation einen ambulanten Pflegedienst leiten dürfen (§ 71 SGB XI). Das heißt, Sie brauchen eine Ausbildung als Altenpfleger*in, Gesundheits- und Krankenpfleger*in oder Kinderkrankenpfleger*in. Zudem müssen Sie innerhalb der letzten 8 Jahre mindestens 2 Jahre lang in Ihrem Ausbildungsberuf gearbeitet haben.

Darüber hinaus ist eine Weiterbildung für leitende Positionen Pflicht: ein erfolgreich absolvierter Ausbildungslehrgang zur Pflegedienstleitung (PDL) mit einem Mindestumfang von 460 Stunden oder ein vergleichbares Studium (z. B. Pflegemanagement).
Sollten Sie die gesetzlich vorgeschriebene PDL-Ausbildung selbst nicht vorweisen können, können Sie dennoch einen Pflegedienst gründen, müssen jedoch eine verantwortliche Pflegefachkraft als Pflegedienstleitung mit der erforderlichen Qualifikation einstellen.

Bei ambulanten Pflegeeinrichtungen, die überwiegend behinderte Menschen pflegen und betreuen, gelten auch nach Landesrecht ausgebildete Heilerziehungspfleger*innen sowie Heilerzieher*innen mit einer praktischen Berufserfahrung von zwei Jahren innerhalb der letzten acht Jahre als ausgebildete Pflegefachkraft.

Bei Betreuungsdiensten kann anstelle der verantwortlichen Pflegefachkraft eine entsprechend qualifizierte, fachlich geeignete und zuverlässige Fachkraft mit praktischer Berufserfahrung im erlernten Beruf von zwei Jahren innerhalb der letzten acht Jahre (verantwortliche Fachkraft) eingesetzt werden.

Kaufmännisches Know-how:

Sie tragen die Verantwortung für Ihre Patient*innen und Mitarbeiter*innen, aber auch für die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit Ihres Pflegedienstes. Ratsam ist es daher, sich bereits vor der Gründung das nötige betriebswirtschaftliche Know-how anzueignen.

Ein Geschäftsmodell ist eine kurze schriftliche Zusammenfassung Ihrer Gründungsidee, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Darin sollten Sie beschreiben, welchen Wert Sie für Ihre Klient*innen schaffen, wie Sie diesen Wert durch Ihre Geschäftsstruktur realisieren, wie Sie damit Geld verdienen und welche Menschen Sie dafür in Ihr Team holen. Die Zielklient*innen werden dabei genau definiert, und Sie beschreiben, welche Leistungen Sie für sie anbieten werden. Ihr Geschäftsmodell sollte darauf abzielen, Ihren Klient*innen einen klaren Mehrwert zu bieten und aufzeigen, wie Sie das durch Ihre Pflegeeinrichtung erreichen werden.

Kapitalbedarf bedeutet, dass Personen oder Unternehmen Geld benötigen, um davon beispielsweise Ausgaben zu finanzieren, Investitionen zu tätigen oder Schulden zu tilgen. Der Kapitalbedarf lässt sich aus der Angebots- und Kostenplanung ermitteln. Hierbei gilt: Der Angebotsumfang bestimmt den finanziellen Aufwand, der wiederum das daraus resultierende Risiko bestimmt.

Der genaue Kapitalbedarf hängt unter anderem von Standort, Größe, Personalplanung und Ausstattung ab. Typische Kosten entstehen für Fahrzeuge, Miete, Software, Versicherungen und Gehälter.

Eine Liquiditätsplanung hilft Ihnen dabei, den Überblick darüber zu behalten, wann für Ihre Pflegeeinrichtung Zahlungseingänge zu erwarten und wann Zahlungsausgänge fällig sind. Durch die Liquiditätsplanung können frühzeitig Maßnahmen ergriffen werden, um das Unternehmen vor wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu schützen.

Es soll die Zahlungsfähigkeit Ihres Pflegeunternehmens sichergestellt werden. Dafür werden alle zu erwartenden Zahlungsströme der Pflegeeinrichtung in einem bestimmten Zeitraum erfasst. Die Liquiditätsplanung wird in der Regel für die noch verbleibenden Monate des Jahres und das Folgejahr erstellt.

Eine umfassende Liquiditätsplanung führt die aktuell verfügbare Liquidität zu Beginn der Planungsperiode sowie den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit auf.

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Modelle infrage:

  • Factoring zur Sicherung der laufenden Liquidität
  • Eigenkapital
  • Fördermittel und Bürgschaften
  • Bankdarlehen

Sie haben Fragen?: Wir beraten Sie gerne