Intensivpatient: Pflege – wirtschaftlich stabil bleiben auch in Krisenzeiten

Existenzängste, Fachkräftemangel und fehlende Unterstützung von der Politik – die Pflege sieht sich vielen Problemen ausgesetzt. Durch die aktuellen Herausforderungen geraten nicht nur viele Pflegebetriebe in die Insolvenz, mittlerweile kommt es sogar zu Versorgungsengpässen bei den Pflegebedürftigen. Laut der Pflegekräftevorausberechnung des statistischen Bundesamtes steigt der Bedarf an Pflegekräften bis zum Jahr 2049 auf mindestens 280.000 zusätzliche Pflegekräfte.

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Factoring

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Intensivpatient Pflege

Viele Pflegebedürftige spüren bereits am eigenen Leib, dass nicht genügend Pflegepersonal zur Verfügung steht und sich ihre Versorgung „rechnen“ muss. Wenn eine Grundversorgung mit Unterstützung beim Waschen, an- und ausziehen oder beim Einnehmen von Mahlzeiten nicht ausreicht, kündigen ambulante Pflegedienste zunehmend Pflegeverträge, weil sich die Versorgung für sie nicht mehr lohnt, wie der BIVA-Pflegeschutzbund berichtet. Zudem nähmen immer mehr Pflegedienste nur noch Menschen mit niedrigen Pflegegraden an, da diese schnell und einfach versorgt und abgerechnet werden können, berichtet die Sprecherin des Angehörigen-Bundesverbandes „wir pflegen“, Edeltraud Hütte-Schmitz im Evangelischen Pressedienst (epd).

Zunahme finanzieller Herausforderungen

Die evangelische Zeitung schreibt, dass neben dem Mangel an Pflegefachkräften vor allem die in den letzten Jahren stark angestiegenen Lohn- und Personalkosten sowie die Sachkosten für viele Pflegedienste eine finanzielle Herausforderung seien, da diese von Kostenträgern oft erst zu spät oder gar nicht anerkannt werden. Hinzukommt das unterschiedlich gelebte Zahlungsverhalten der Kostenträger, bei dem Leistungserbringer zwischen 30 und 90 Tagen auf ihre Zahlungseingänge warten. Laut einer Umfrage unter bundesweit 526 diakonischen Diensten im Jahr 2023 seien mehr als die Hälfte von ihnen im vergangenen Jahr in die roten Zahlen geraten. Auch in diesem Jahr warnen die Pflegeverbände, dass zahlreiche Existenzen in der Pflege auf dem Spiel stünden.

Die Themen Pflege, Gesundheit und Soziales gewinnen für den Sozialstaat immer mehr an Bedeutung, bringen ihn jedoch auch an seine Grenzen – was also tun, um den eigenen Betrieb vor finanziellen Krisen zu bewahren?

Gesunder Finanzierungsmix

Ein Betrieb sollte bereits von Beginn an finanziell auf sicheren Beinen stehen. Mit einer gesunden Mischung aus wirtschaftlichen Finanzierungsalternativen kann die Zahlungsfähigkeit sicher geplant und zielgerichtet unterstützt werden. Viele Pflegedienste nutzen deshalb bereits Factoring. Diese Form der Vorfinanzierung ermöglicht es, sofortige Liquidität aus offenen Forderungen gegenüber Kranken- oder Pflegekassen zu erhalten und sichert langfristig Gehälter der Mitarbeitenden sowie Miete und weitere Betriebskosten. Da Betriebe des Sozial- und Gesundheitswesens einige Besonderheiten bei der Abrechnung mit den Kranken- und Pflegekassen berücksichtigen müssen, empfiehlt es sich, einen Factoring-Anbieter zu wählen, der sich auf diese Branche spezialisiert hat und entsprechende Erfahrungen vorweisen kann.

Forderungen abtreten mit Factoring

Beim Factoring treten Leistungserbringer ihre Forderungen gegenüber den Leistungsträgern an den Factor ab und erhalten ihre Forderungssumme zu einem gewünschten Zeitpunkt. Leistungserbringer senden dabei ihre Rechnung wie gewohnt an die Leistungsträger. Ihre Abrechnungsdaten übertragen sie parallel einfach an den Factoring-Partner. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Factoring-Unternehmen flexible Auszahlungszeiträume anbietet, die von den Kunden je nach Bedarf selbst bestimmt werden können.

Selbstabrechner*innen behalten weiterhin die Kontrolle und einen guten Überblick, welche Forderungen noch ausstehen, da der ganze Prozess transparent eingesehen werden kann. Zudem haben sie einen direkten Draht zu den Leistungsträgern, wodurch die Kommunikationsabläufe und der bürokratische Aufwand bei Rückfragen erleichtert werden. Für Leistungserbringer entfällt somit die Wartezeit auf die Zahlungseingänge der Leistungsträger. Außerdem können sie die Liquidität des eigenen Betriebs sicher planen – für die Nutzung des Factorings fällt lediglich eine Factoring-Gebühr an.

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