Echte Geschichten: Hauskrankenpflege cultura

Im Gespräch mit unseren Kunden stellen wir immer wieder fest, welchen Herausforderungen sie sich täglich stellen müssen. Pflege ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung. Wir wollten mehr über ihren Arbeitsalltag erfahren und wie sie es schaffen, mehr Zeit für das Wesentliche zu haben.

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Ambulante Pflege , Echte Geschichten

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Ambulante Pflegerin hilft Senior in Jacke

Im Minutentakt arbeiten und trotzdem Zeit für den Menschen haben? Als Pflegekraft werden die Mitarbeiter*innen vor scheinbar unüberwindbare Herausforderungen gestellt – dennoch erfüllen sie diese Aufgabe täglich. Dabei sind sie nicht nur mit der pflegerischen Versorgung ihrer Patient*innen ausgelastet, nebenbei leisten sie noch viel mehr, das weit darüber hinaus geht. Eine Kundin hat uns einen Einblick in den Pflegealltag ihrer Mitarbeiter*innen gewährt.

Mehr als nur Versorgung: Bezugspflege

Hatun Cacik ist seit 15 Jahren Geschäftsführerin der Hauskrankenpflege cultura und arbeitet bereits seit 27 Jahren in der Pflege. Mit ihrem Pflegedienst möchte sie ihre Patient*innen nicht nur versorgen, sondern zwischenmenschliche Beziehungen pflegen. Sie sagt: „Für viele Patient*innen sind die Pflegekräfte ihre Familie, weil sie keine eigene haben und auch sonst niemanden, der sich um sie kümmert. Sie brauchen Menschen, die sich mit ihnen unterhalten, spazieren oder Kaffee trinken gehen – sich Zeit für sie nehmen.“ Um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, verfolgt Hatun Cacik in ihrem Pflegedienst das System der Bezugspflege. Das bedeutet, dass Patient*innen immer von den zwei bis drei gleichen Mitarbeiter*innen betreut werden. So können Ausfälle durch Urlaub oder Krankheit sowohl für die Patient*innen als auch die Pfleger*innen angenehm gestaltet werden.

Kleine Aufmerksamkeiten und große Wertschätzung

„Wenn die Mitarbeiter*innen aus dem Urlaub zurückkommen, bringen Sie ihren Patient*innen gerne kleine Souvenirs mit. Oft machen sie ihnen auch mit selbstgekochtem oder gebackenem Essen eine Freude“, berichtet die Geschäftsführerin. Für dieses Engagement erfahren ihre Mitarbeiter*innen sehr viel Dankbarkeit. Ein Patient, der zuvor Manager einer sehr großen Firma war, habe ihre Pflegekräfte zu Beginn sehr autoritär behandelt und eher als seine Mitarbeiter*innen betrachtet. Nach dem Tod seiner Frau und einem klärenden Gespräch sei der Patient nun zu einem wahren Gentleman geworden. „Er kann zwar nur noch am Rollator laufen, ist aber noch fit im Kopf. Meine Mitarbeiterinnen bereiten das Frühstück zu und er besteht darauf, ihnen den Kaffee selbst zu bringen und gemeinsam mit ihnen zu frühstücken“, erzählt Hatun Cacik schmunzelnd. Für viele Patient*innen sei die Einsamkeit am schlimmsten zu ertragen. Zu ihren Mitarbeiter*innen sagt sie deshalb: „Es ist egal, wenn ihr an einem Tag mal keinen Staub wischt. Viel wichtiger ist es, die Hand zu halten und für eure Patienten da zu sein“. Sich Zeit nehmen, den Menschen sehen und Interesse haben, das sei ihr besonders wichtig.

Fürsorge und familiäre Atmosphäre stehen an erster Stelle

„Unsere Hauskrankenpflege ist wie eine große Familie“, sagt sie. Deshalb gebe es auch jedes Jahr eine Woche vor Heiligabend eine Weihnachtsfeier in einem Festsaal, bei der Weihnachtslieder gesungen werden, kleine Geschenke verteilt und natürlich gut gegessen wird. „Mein Mann ist selbstständig und kann Festsaal und Catering organisieren. Wir decken die Tische, stellen Namensschilder auf und tun alles, damit sich die Patient*innen an diesem Tag besonders fühlen“, berichtet Hatun Cacik. Mit strahlenden Augen würden die Patient*innen noch wochenlang von diesem Event berichten.

Auch an bedürftige Senioren wird bei der Hauskrankenpflege gedacht. „Meine Kolleg*innen sind wirklich toll! Für Patient*innen mit wenig Geld bringen sie regelmäßig Handtücher, Bettwäsche, Kleidung oder was sonst noch benötigt wird mit“, erzählt sie. Auch der Caterer sei ein großzügiger Spender „Seit er mitbekommen hat, dass das übrige Essen an bedürftige Senioren geht, liefert er uns immer mehr, als wir eigentlich bestellt haben.“ Eine Stütze sein, für diejenigen, die allein sind und nicht viel haben, das leistet die ambulante Hauskrankenpflege cultura.

Wir sind stolz ein Teil dieser Branche sein zu dürfen, in der die Fürsorge des Menschen an erster Stelle steht und mit unserem Angebot einen Beitrag zu leisten, damit dieses System weiterhin bestehen kann.

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